Sonne

Wenn Mann mit Frau und Kind,
Kräuter und Beeren finden.
Alle samt in den Sommerwiesen sind,
und  in Wäldern, wo Duft der Rinden
und Nadeln der alten Zeugen vernommen,
saftig hölzern ohne zu beugen
sich zur selben Sommersonne strecken,
als wollten sie ergreifen, die Bäume,
jene helle Quelle aller Sommerträume.

Der Himmelsberg

Es ging ein alter Mann umher,
der war von guter Laune sehr.
Die rosa Wolken, den verborgnen Gipfel
mit dem verzierten Gipfelgarten sanft,
von Felswand steil und rau, sichtlich trennen
zu sehen ins Tal nicht mehr genau zu kennen
vom Garten aus, im rosalieben Licht getönt,
bis zu dem freundlichen Schloss,
in der Gartenmitte. Der Mann sieht auf die Seite
hoch und lächelt, geht weiter in den Rosengarten,
unzugänglich für Viele wohl.

Venedig

Geschichten in eine Stadt geschrieben,
die wie ein Blatt auf Wasserhaut getrieben,
ruhend liegt im Meer gebaut.
Seit jeher wie ein Taum geblieben,
aus diesen Träumen auch vertraut.

Dort bin ich immer wieder,
da einmal gutes Korn ich fand.
Lass mich öfter gerne nieder,
auf eine liebe Menschenhand.

Das Futter kräftigt meine Hüfte,
in der gefühlt, der Wind mich kühlt,
auch sich mein Flügel daran spannt,
und weiter trägt in Venedigs Lüfte,
empor gehoben vom Wasserland,
versteckte Höfe wie sie sagen,
seit jeher tief im Schlafe lagen.

Du bist mir wohl für immer ledig,
gnädige Stadt, dir nichts Gleiches findet.
Soviel auch Menschenlieb sich bindet,
du bleibst einzig und doch nicht einsam,
Venedig, alte Stadt.

Über die Plätze segle ich auch wieder morgen,
und wie alte Schätze, über Gärten wohl verborgen.

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