Kinderbuchautor

Oh, das wäre schöner als Schrauben und Pläne,
wenn ich Kinderbuchautor, für jene
meine Kinder wäre

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Euphemismus

So mahlt uns heut der Euphemismus,
ein Meer aus Seelenruhe froh,
und der Regen, der fallen muss,
kommen tut er sowieso.

So setz sich der Euphemismus,
in das Gesprochene und zieht sich hoch.
Schöne Neologismen blühen,
der Regen, kommt er bald und doch.

So freut sich der Euphemismus,
ins Ereignen tief hinein.
Könnte der Regen niemals denn,
aus Dürretropfen sein,
und das Nass, das umgeben
Tropfen für Tropfen trocken legen.

Hier ist Gedicht ein Euphemismus,
inhaltlich ist alles seicht.
Gib einen schönen Rahmen
aus Worten ihm,
das reicht.


Punkt und zwei weitere Poeten

Auf Dich zwei warten, viele Stündchen,
Dritte im Erzählen zu sein.
Bitten Dich, du noches Pünktchen,
in die Erzählerrund’ herein.

Zu dritt werden wir dann Geschichten,
malen aus Worten, in andere Welten,
und verborgenen Orten dichten
wir uns wohl dann auch nicht selten.

Bald wird man noch vorm Bette gehen,
Dreie beim Erzählen sehen,
Poetenrunde zur späten Stunde.

Falkenbuch

Viel hat der alte Vogel gesehen,
und unzählig die Kreise die er seither zog.
Was war zuvor wohl viel geschehen,
wo edel der Falke darüber flog.

Weiß ist das Blatt vor mir,
und Regen klopft an die Fenster.
Ach zärtlich lieb wärest du hier,
statt traurige Ängste, kalte Gespenster,
aus unbelebten Schatten,
die dich zu küssen,
nicht gestatten.

Drei Bilder an der Wand,
Menschen die verbindet,
was schon immer sie verband,
und schwindet was man empfindet nie,
denn Liebe und Liebe sich binde, so wie
es Träume nur zeigen.

Wie könnt alles gegangen sein,
was einst Sie im Herzen trug.
Traurige Kälte in meinem Gebein,
wo bleibest du, Falkenflug.

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