Großes Leben

Freudengipfel ohne Täler
– an meine liebe Frau und Kinder.

Die Fröhlichkeiten aus neuem Leben,
mögen Freudenberge ohne Täler geben.
Denn was du Müdigkeiten nennst,
du bald als Glücksauffrischung kennst.
Derlei Unebenheiten,
Wolken neben Sonnenzeiten
die Wege also,
mal wellig schreiten
stets zum Gipfel dich begleiten.

Dieser ist wunderbar und nie erreicht,
ach wie ist die Freud’ des Lebens leicht.

Ein Gedicht von Arbeit und Liebe,
und wie das eine beides schön macht.

schräge Neuronenlyrik


Die Wächter

Milliarden Zellen, seit ihr bereit?
Der Daten Willkür zu stellen gereiht?
Wie Soldaten die darauf warten,
in Zaum zu halten, die Sinnesdaten,
die für Feigheit und für Wegespalten,
verantwortlich zu halten sind. 

Man sehe Liebe, Mut und Beständigkeit,
rundherum stehen die Wächter gut gereiht.

Angriff der trägen Sinnesdaten

Geezer sehe, höre, spüre wie Müdigkeit
vor der Schlafenszeit ihn tief berühre.
Der Farbanordnung messe er Bedeutung bei,
die äußerst träge machend in der Wirkung sei.
“Wenn nur im Bett er läge, wär er sorgenfrei.“
möchten die episodischen Daten ihm raten.
Falsche Geschichten wollen Geezer lehren,
dass wenn er sich versucht zu wehren,
sich Sorgen in der Leidenszucht vermehren.

Währenddessen legt einer der Wächter einen Schalter um,
es steht nun  „Eindrücken Bedeutung geben“  OFF.

Die Erleuchtung

Plötzlich fühlt Geezer keine Trägheit mehr im Leben.
Kein Glied ist nun mehr zu schwer sich zu heben.
Statt Sorgen machen kann er lachen und  Liebe geben.
Er vermag nun  Formen, Farben, Kontraste, Rahmen
Rollen und Geschwindigkeiten zu erkennen,
und nicht nach Sorgennamen zu benennen,
die vorhin noch Nervenzellen, kritiklos entgegen nahmen,
zum willkürlichen Urteil fällen, bevor sie ins Bewusstsein kamen.

Von Willkür in den Neurotransmittern,
lässt Geezer für keinen Euro sich verbittern.

Bits und Bytes haben neue Namen:
Sei stark, saft, ehrlich und lieb!
Sei klug und fair mit Herren und Damen!
Nimm an, Ver- und gib.

der Verletzer

Einen Fehler hat er gemacht,
einen dummen noch dazu.
Hat was Falsches reingedacht
jetzt heißt es für ihn  „Nie mehr Du“.
Hat Alles falsch eingeschätzt,
und daher dumm reagiert.
Damit Dich ziemlich tief verletzt,
jetzt hat er es kapiert.

Nichtwissen rechtfertigt kein Verletzen,
aber er  sehe und verstehe, dass es still geworden ist.
Traurig gehe er  mit dem Wehe, wird immer schätzen was jetzt vermisst.

Und wenn in 300 Jahren du ihm verziehen was er mit Worten tat,
dann möcht er 300 Jahre warten, für das Verzeihen das er erbat.

Ein Weihnachtsgedicht

Der liebe kleine Weihnachtsbaum,
um den sich die Geschenke reihen,
genießt die Wärme hier im Raum,
statt Eiseskälte wie im Freien.

Auf des Baumes Ast da hängt,
auf weißem Zettel bunt geschrieben:
„Vielleicht ist heut die  Zeit wo man beschenkt,
doch sei jedem Tag bereit zum Lieben.“

Das Weihnachtsgedicht mag kitschig sein,
doch seit nicht zu streng zum Poeten.
Bei guter Laune fällt nur Kitsch mir ein,
originelle Lyrik muss heut kürzer treten.

Weihnachten ist doch noch nicht!
Die Worte sind zu früh erbeten.
Doch schrieb ich schon dieses Gedicht,
dann kann ich mich nicht mehr verspäten.

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