Großes Leben

Freudengipfel ohne Täler
– an meine liebe Frau und Kinder.

Die Fröhlichkeiten aus neuem Leben,
mögen Freudenberge ohne Täler geben.
Denn was du Müdigkeiten nennst,
du bald als Glücksauffrischung kennst.
Derlei Unebenheiten,
Wolken neben Sonnenzeiten
die Wege also,
mal wellig schreiten
stets zum Gipfel dich begleiten.

Dieser ist wunderbar und nie erreicht,
ach wie ist die Freud’ des Lebens leicht.

Ein Gedicht von Arbeit und Liebe,
und wie das eine beides schön macht.

zur Liebenden

„Realität, hier und jetzt, anwesend, tiefe Ruhe,
Aufregung und Leichtigkeit durch Vertrauen.

Da sein, von früh bis spät. Lesend in dem was ich Dir tue,
sanfter Beschützer, meilenweit um uns zu bauen,
diese Burg, in der wir wohnen, und sanfte Liebe
darin thronen, seit jeher.

Begleitet von Wiesenduft, als Violine im Orchester deines eigenen“

so spricht der Liebende zur Liebenden.

Hochzeitsgedicht und Suppe

„Guten Tag, Frau die ich mag“
spricht der zukünftige Gatte
„Möchtest du mich als Mann,
auch wenn ich überhaupt nix kann,
und nichts mehr hab, was ich nie hatte?“

Die Braut reicht die Hand und fragt:
„Hast du zum Greifen nah,
keinen Fingerreifen da,
aus dem ein Diamant weit ragt,
der schön geschliffen,
mich ergriffen hätte zwar,
aber auch viel mehr als dies?
Ein hochzeitlicher Brauch
wie jener der mir bewieß,
was innerlich, so finde ich und wette
mich wohl sehr verzaubert hätte.”

Der Bräutigam fein weiter spricht,
„Oje oje, nein leider nicht!
Dafür jedoch, ich gute Packerlsuppe koch.“

Die Frau, die fast schon Braut sich nennt,
in ihm genau den Mann erkennt,
der sie beschützt vor wilden Bären,
wenn diese gegen Suppe, allergisch wären.
Sie wagt und fasst den Mut,
und sagt zu ihm „Na gut“

Poesie 3.0 und Erdbeersaft

Ein guter Schneetag in gemalter Welt,
jubelt Schönheit an das Firmament.

Alle Bäume und Sträucher, alle Vögel,
jeder Fluss, elektromagnetische Wellen,
das Gemurmel der Menschenmenge,
das Netz aus Düften und Temperaturen,
ja vieler Stimmen Gesang, in unüberhörbarem Beat gebettet,
sowie in der kühlen Abendruhe auch,
fließt es durch.

Aus ihnen allen sollte hörbar werden,
wie gut du schmeckst, Erdbeersaft.

Stille, ja nicht sogar diese möge schweigen.
Aus allen Geschmäckern, süß und sauer,
ja auf scharf-salzigem Meerrettichgemisch.
ist ein Sprachrohr geworden “wie du wirklich bist,
du frisch gepresster Erdbeersaft”.

Aus all diesen Worten, von der obersten Zeile,
von Vers zu Vers hinab
gießt sich die Kraft durch,
um sich in der letzten Zeile zu sammeln,
und sich selbst, der Muse Freund,
mit galaktischen Jubelstürmen zu offenbaren.

…die Poesie 3.0

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