Des Dichtens Freude

Des Dichtens Freude ist von einer Kraft getrieben,
die Worte zaubert gleich dem Lieben
zweier Welten die sich viel zu selten,
in Umarmung wiederfinden.
Reime sich zum Vers gesellten
und zum Gedicht einand’ verbinden.

Poesie was ist das

“Was ist Poesie?” Wurde ein Poet mal gefragt. Er antwortete:

“Gedanken rasen mehrerlei Art in diesen Fluss hinein.
Freude, Enttäuschung, Begeisterung…
unzählige Arten von Sinnesdaten…
von einfachen Kontrasten, Farben, bis zu Realitätsgraden und deren noch komplexeren Wechselwirkungen. Auch jeweils deren Wirkung auf die Biochemie des Gehirnes bevor dieses durch die Emotionalisierung selbst geblendet. Und wiederum die Zusammenwirkung dieser unendlichen Zahlenwerte an Möglichkeiten !! Jetzt hier zu sein !!
Des Lebens Erkenntnisse, die Sprache der Erfahrung, all dies muss ungefiltert einschlagen, dass man mehrere Meter vom Sessel gerissen wird, bevor es in den Fluss der Dichtung eintauchen darf. Die Worte man dann niederschreibt, diese sind dann…, das ist dann Poesie. ”

Poesie 3.0 und Erdbeersaft

Ein guter Schneetag in gemalter Welt,
jubelt Schönheit an das Firmament.

Alle Bäume und Sträucher, alle Vögel,
jeder Fluss, elektromagnetische Wellen,
das Gemurmel der Menschenmenge,
das Netz aus Düften und Temperaturen,
ja vieler Stimmen Gesang, in unüberhörbarem Beat gebettet,
sowie in der kühlen Abendruhe auch,
fließt es durch.

Aus ihnen allen sollte hörbar werden,
wie gut du schmeckst, Erdbeersaft.

Stille, ja nicht sogar diese möge schweigen.
Aus allen Geschmäckern, süß und sauer,
ja auf scharf-salzigem Meerrettichgemisch.
ist ein Sprachrohr geworden “wie du wirklich bist,
du frisch gepresster Erdbeersaft”.

Aus all diesen Worten, von der obersten Zeile,
von Vers zu Vers hinab
gießt sich die Kraft durch,
um sich in der letzten Zeile zu sammeln,
und sich selbst, der Muse Freund,
mit galaktischen Jubelstürmen zu offenbaren.

…die Poesie 3.0

Der Gedichteautomat

Wer mag anerzogene Meinungen hören?
Möchte jemand Worte, unreflektiert zitiert?
Oder Weisheiten die das Gewohnte nicht stören?
Gedanken eines Geistes, der einseitig informiert?

Soll ich ein paar Gedichte wiederholen?
Die seit Jahrzehnten lustig sein sollen?
Sinnlose Zeilen, unoriginell?
Herzlos gedichtet, nebenbei ganz schnell?

Soll ich zensiertes Denken als Worte verschenken?
Erkenntnis von Tabuisierung geblendet?
Damit kein Gedanke sich gegen mich wendet?
Und Reime, die schon immer verwendet?
Neu verpackt und frisch versendet?

Ich bin sicher so ein Gedicht,
willst Du keinesfalls…

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