Faulheitsgedicht

Existenzialistisch demotiviert,
gähnend und unfrisiert,
Heck, noch mal! Fast alles egal,
außer natürlich, die unwillkürlich
notwendige Planerei.
Raus die Tür? Wofür?
Der Sonnenschein ist bald vorbei.
Sorgen statt Ziele,
wenn Morgen nicht mehr bin,
was wenn ich wo runter fiele
wo ist des Zieles Sinn?

Da bleib ich lieber liegen,
kann mich das Schicksal niemals kriegen,
So sprach die Faulheit.

Vom mutigen Nachdenken

Ist nicht ein Tue-dies mit guter Begründung,
besser als ein Tue-das aus Gewohnheit?

Ist nicht ein, Ich-habe-mir-Alles-angesehen,-aber-trotzdem,
schöner als, ein Das-war-schon-immer-so?

Ist nicht ein Ich-weiß-zwar-nicht-warum-du-denkst-was-du-denkst-aber-du-hast-unrecht,
nicht ganz besonders schlecht?

Faulheit ist wohl zum Entspannen da,
aber sollt sie Herrin sein, des Denkens?

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