Polarer Monat

Einen Monat schon sich die Pole vereinen
als würde es keine warmen Flächen dazwischen geben,
sich Umarmen, sanfte Worte sprechen, Fischen im Leben
nach öfteren  Momenten am Firmament, wo eben
zwei schöne Sterne wie ein einziger scheinen.

Kirsche

Besinnt auf leere Fläche, an keine Form gewohnt, Angst oder Heiterkeit nichts an Gebäuden eingefügt, keine Bäume von Nostalgie gemalt. Keine Information für den Himmel, nur schwarz, unprogrammiert. Eine leere Fläche auf der es stand. Eine Endlosschleife macht die Fläche in ihren Weiten ewig.  Nie der Horizont, nie eine Krümmung, auch keine Türme und Häuser von Gefühlen hineingestellt, keine Bäume von Nostalgie sorgsam gezeichnet. 

Nachdem es viele Tausend Jahre der Fläche entlang ging – leer - nichts darauf, schritt es einfach weiter. Da es an keinem Zeitpunkt hing  gab es das Gehen niemals auf.

Hätte man nur die Freude eines Kusses hineingebracht in diese Welt.  So würde diese vor Leben und bunten Formen blühen. Der Himmel blieb nicht gleich.  Zeit und Leben durch die Dinge leuchten, in allen Farben schrill lachend.  Die leere Fläche unter den üppigen grünen Hügeln, den Türmen, den Häusern, alle den Bäumen und dem vielen Leben…Wo ist die Einsamkeit und Leere?  

Säuerlich frisch schmeckte die Kirsche am Gaumen des wahrnehmenden Etwas.
Etwas das vorhin noch in der Leere war. Jetzt im Leben.
Die Kirsche die an einem kleinen Bäumchen hing. 
Das Bäumchen…

  • skizziert
  • bearbeitet
  • gerendert
  • und hineingestellt

 

…von der  Sehnsucht auf der leeren Fläche.

Irgendwo im unprogrammierten Universum,
das Tuckern einer kleine Dampfmaschine als einziges Geräusch.

Das Picknick

In weiten Feldern im anderen Land,
umschäumt von dunkelgrünen Wäldern.
Eine wollige Decke in der Wiese fand,
darauf saftig frische Früchte bald genossen.
Darauf zwei Liebende, ineinander zart umschlossen,
ineinander zum Lebensring vergossen.

In weiten Feldern im anderen Land,
hält eine sanft die andre Hand.
Hier auf dieser Decke wollig warm,
ein “Wir”, aus zweien, Arm in Arm.
Die Luft trägt den Wiesenduft der nun erregt,
sich schmusend in die Sinne beider legt,
zurückgelehnt, in sonnenwarmer Rast.
Es wird geflüstert, lang ersehnt
„Mein Herz, meine liebes Herz, das hast“

In weiten Feldern im anderen Land,
da liegen sie bei Obst und Wein.
Worüber sich man einst, im Streit befand,
all diese menschlichen Fehlbarkeiten,
nie und nimmer mehr zum Streiten, nein.
Wir laden von Herzen her, zum Picknick auch
all diese Fehlbarkeiten ein.

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