Liebesinflation – eine seltsame KurzgeschichtePosted by arschmin on August 4th, 2009
Eine nervenkitzlige Dame wurde bei einem Ladendiebstahl gefasst.
Ein junger Ladendetektiv nahm sie mit und stellte sie in den Verhörraum.
Sie wollte gar nicht stehlen um sich zu bereichern, sondern wegen dem Adrenalinkitzel, hieß es aus ihrem Mund.
Trotzdem wurde sie mit einer äußerst seltsamen Strafe belegt, die zwar süß wie Karamell klang,
aber sich als bitter wie Calea zacatechichi herausstellen sollte.
Ihre Weiblichkeit wurde mit einem Lichterglanz hervorgehoben und „die in den oberen Ecken hoher Räume wohnen“ gaben ihr auch eine unkontrollierbar verführerische Ausstrahlung.
Es wurde zu ihr gesprochen: „Ihre Strafe soll sein, Madame Ladendieb, dass Sie jeder Mann haben möchte. Nicht einmal verheiratete oder solche, die auf Männer stehen, nein, nicht mal Mönche die sich der Askese verschrieben haben können Ihnen ab jetzt widerstehen. Nach einiger Zeit werden Sie sich nichts mehr wünschen als einen einzigen Mann, der Sie ablehnt. Ihre Neingier wird bedeutender als Ihr Durst sein.“
„Mit so einer Strafe…“ dachte die Dame erheitert und spöttisch „…kann ich leben. Ha! Jeder Mann wild auf mich, cool. “
1 Jahr später.
In einem hohen Zimmer steht ganz unten am Boden ein alter staubiger Fernseher aus Gelatine. Darin sieht man, in flimmernden Bildern, wie ein Psychiater von Polizisten abgeführt wird. Ihm wird vorgeworfen, so die Nachrichtensprecherin, einer Patientin aus Liebe, auf deren Wunsch eine Überdosis Schlafmittel verabreicht zu haben.
„Hätte doch nur einer Nein sagen können… Hätte ihr nur ein Einziger widerstanden…“ floß es aus dem traurigen Ladendetektiv und dieser humpelte aus dem Geschäft in Richtung Schlafplatz.