Infozenische Bürogeschichte

Limbert Geezer wird von lauten Druckergeräuschen und abgestandener Raumwärme nervlich eingekreist. Es gilt in stressigem Zeitdruck konzentriert Aufgaben fertig zu stellen. Dies ist unverwerflich.  Also heißt es eine Aufgabe nach der anderen vollständig auszuführen, und alles in einer Zeit, in der man 103 revolutionäre Ideen, ja Weltentüren, haben könnte, die wiederum nicht durchzuziehen wären ohne weitere 103 Ideen, die vorbei zu gehen drohen im Rohen zu versäumen. Dies ist in Limberts Träumen die er in diesen Räumen denkt,  in der Zeit die eher unangenehmen Telefonaten mit Kunden gelten sollte.

Der weise Zettelbert Rasen erscheint:
„Limbert, warum konzentrierst du dich nicht auf die Arbeit mit der du dein Brot und deine Molke verdienst?“

Limbert geezed zurück: „Ach ich würde lieber 103 Ideen, die die Welt noch nie gesehen….“

„Stop hier!“ sagt Zettelbert „Vielleicht schließt es sich ja nicht aus, das poetisch philosophische und das Was-es-gilt zu tun, um Brot und Molke sich leisten zu können“

Limbert und Zettelbert setzen sich auf die Couch.
„Wir erwarten einen Gast“ so Zettelbert,
„passt“ so die Antwort unverwert.

Das Wie-es-sich-verhält gesellt sich dazu.

„Guten Vormittag, Zettelbert“
„Guten Morgen, Wie-es-sich-verhält“
„Guten Vormittag, Limbert“
„Guten Vormittag, Wie-es-sich-verhält“

Nun sitzen sie alle im Kreis und Wie-es-sich-verhält
beginnt zu erzählen, von der Weisheit des Büroalltages



Kunstgeschichte

Ein erfolgloser Bildhauer geht durch das Museum.
Besucher bewundern das Bild eines anderen Künstlers.

„Wenn man meine Kunst nicht achtet,
werde ich die Kunst anderer auch nicht achten!“
Der Bildhauer zereist wütend das Bild des Künstlers
vor den Augen der erschrockenen Leute.

Da wird geklatscht und gejubelt,
was für eine wundervolle Kunstaktion.

Alle sind froh!

die Nachterzähler

Der Traum von  jahrtausiger Sonne und jener von saftigen Meerestiefen unter den schweren Augen des weisen alten Griechen von der Theaterkunst beseelt -  beide tragen ihn  zart und befreiend in die Schlafestiefen.

Da spricht der Nachterzähler von den Meerestiefen wohlig geheimnisvolle Geschichten über Schätze in dunkelgehüllten Schiffen, versunken vor der Zeit – galaktisch weit vor der Zeit.

Der Traum der jahrtausigen Sonne  mit Blumen und hellgrünem Blätterleuchten liebt in den bunten Nächten der Schlafenden – in zartem Lächeln zu einem Träumer geworden und gewesen seit jeher, Jahrtausende alt wie das Meer,  so unendlich weit vor der Zeit.

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