2:30

Schwere, nach späten wachen Stunden,
wäre die Mücke nicht verschwunden,
jedes Mal nachdem sie mich geweckt,
erschreckt, tief reingesteckt, hungrig gebohrt.
mit einem grell surrenden Konzert,
ihrem gierigen Strohhalmschwert
Ich habe sie gejagt, bin erfolglos verzagt,
gnadenlos das surrende Trillerpfeifenlied gesungen,
mit ihrem frechen Dolch mein Fleisch durchdrungen,
zum Glück schlief ich da schon.

…jetzt gerade an

Eine weite geheimnisvoll kühle Fläche,
stürmische Formen von sanften Farben,
spannend von einander entfernt,
in lustigen Geschwindigkeiten,
begleitet von zornigem Rhythmus
getragen von lieblicher Melodie,
erlebt aus einem träumerischen lächelnden Winkel,
von aufregender Wärme auf der Haut gestreichelt,
in einem provozierenden Kontrast zu den beängstigenden Formen
im neugierigen Endlosnebel, von geborgner Langsamkeit
ins dunkle ferne Nichts gezogen,
über die schweifenden Gedanken and diese fremde Welt
legt sich ein schon mal hier gewesenes Lächeln,
ein Gesicht, das nicht mehr da ist.

Erst wenn sie hat,
dichtet die Muse:

Fleischnetz

…und es wurde beobachtet,
dass sich viel Poesie in der Luft herumtrieb.
Danach wurde beschlossen, die Gedichte in Fleisch zu fassen.
Von dort aus flossen die Schriften und Gedichte auf Papyrus und von dort aus später dann in das Meer aus Blitzen, das noch immer um das Fleisch herum fließt.

Wahnsinn!!

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