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Die Winde

August 11th, 2009

Und eine leise Melodie, man möge sie mit dem Wind verwechseln, so subtil und still und doch wahrnehmbar, wenn man lächelt könnt man sie hören, die Melodie. Sie erheitert einen kleinen Ort, irgendwo in der Wand. „Der holpe holpe Zirkusmann, der tanzt und singt manch dann manch wann, ist da“ freuen sich die Leute am Dorfplatz. Die Winde schlängelt sich mit ihren rührend blauen Trichterblüten an der Wand hinauf, darunter vier Denkende, durch deren Phantasie das Gemäuer gehalten wird, in dem das fröhliche Dorf tanzt, zu der zarten Melodie des Zirkusmannes. Um die Winde kann man ringförmige Gebilde erkennen, sie sehen aus wie Ezekiel-Wheels, nur halb durchsichtig. Einer von denen die in den oberen Ecken hoher Räume wohnen wird gefragt, ob er nicht herauskommen möchte um eines dieser Gebilde in das Dorf zu bringen. Von einem soghaften Geräusch begleitet, wird die Winde mit ihren schlinghaften Gezweige, in eine kleine Wandöffnung hineingesaugt oder gefressen. Die Anwesenheit von etwas gleich einer Stimme und gleich eines Gedankens spricht. „Der Zirkusmann ist nicht mehr in der Wand. Das Dorf verwelkt“ Schauder überkommt einen, bei der Vorstellung, wie blühendes Lächeln in verwelkendes Grinsen übergeht. Es ist nicht einmal in einem Gebäude, die Wand steht frei, in leerem Raum, nur gelblich weißer nebelhafter Boden, der ins Nichts führt, sonst nur Leere.

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