Hochzeitsgedicht und Suppe

„Guten Tag, Frau die ich mag“
spricht der zukünftige Gatte
„Möchtest du mich als Mann,
auch wenn ich überhaupt nix kann,
und nichts mehr hab, was ich nie hatte?“

Die Braut reicht die Hand und fragt:
„Hast du zum Greifen nah,
keinen Fingerreifen da,
aus dem ein Diamant weit ragt,
der schön geschliffen,
mich ergriffen hätte zwar,
aber auch viel mehr als dies?
Ein hochzeitlicher Brauch
wie jener der mir bewieß,
was innerlich, so finde ich und wette
mich wohl sehr verzaubert hätte.”

Der Bräutigam fein weiter spricht,
„Oje oje, nein leider nicht!
Dafür jedoch, ich gute Packerlsuppe koch.“

Die Frau, die fast schon Braut sich nennt,
in ihm genau den Mann erkennt,
der sie beschützt vor wilden Bären,
wenn diese gegen Suppe, allergisch wären.
Sie wagt und fasst den Mut,
und sagt zu ihm „Na gut“

Das Picknick

In weiten Feldern im anderen Land,
umschäumt von dunkelgrünen Wäldern.
Eine wollige Decke in der Wiese fand,
darauf saftig frische Früchte bald genossen.
Darauf zwei Liebende, ineinander zart umschlossen,
ineinander zum Lebensring vergossen.

In weiten Feldern im anderen Land,
hält eine sanft die andre Hand.
Hier auf dieser Decke wollig warm,
ein “Wir”, aus zweien, Arm in Arm.
Die Luft trägt den Wiesenduft der nun erregt,
sich schmusend in die Sinne beider legt,
zurückgelehnt, in sonnenwarmer Rast.
Es wird geflüstert, lang ersehnt
„Mein Herz, meine liebes Herz, das hast“

In weiten Feldern im anderen Land,
da liegen sie bei Obst und Wein.
Worüber sich man einst, im Streit befand,
all diese menschlichen Fehlbarkeiten,
nie und nimmer mehr zum Streiten, nein.
Wir laden von Herzen her, zum Picknick auch
all diese Fehlbarkeiten ein.

Diese Worte sind zu wenig

Mich freut es diese Zeilen zu lesen,
Du herrlich schöne Blumenpracht.
Und sind’s doch Worte nur gewesen,
kein Gedicht zu sein verspricht
wie ein Moment an Dich gedacht.

Auch die  Poesie der großen Lyrikpharaonen,
könnte nie, so wie mein Herz in Deinem wohnen.
Denn welche Worte kann ich sagen,
welche Küsse, welche Nacht.
Du bist es, warum Gedichte Freude tragen,
Du bist es, warum mein Herz so lacht.
Nicht mal diese Reime mögen wagen,
so schön zu sein, wie ein Moment an Dich gedacht.

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