Die Multisensorik

Alltagsphilosophie als Gedicht

Aus allen Sinnen vom Sehen bis  Hören,
erinnerst Du dich meilentief zurück,
im wachen Jetzt wird’s nicht mehr stören.
Ist nicht das Gestern zartes Glück,
durch das es sonst keine Heute gäbe,
in dem bunte Erinnerung lebe.

Das Tabu

Und mit heiterer leichter Verschwommenheit, im fröhlich hellen Miteinander, streift der Blick des Lachenden, der das Glas zu Anstoß erhebt, das verschwommene Band der kraftvollen Lustgesänge.

 Sein mit Begeisterung gesprochene Satz „  Heute werd ich mich hinsetzen, gemütlich, und mit…“ wird von anklagend schockiertem Schweigen gestoppt, ehe er den Teil „…Stift und Papier hinsetzen und schreiben“ erreicht. 

In dieser kleinen Phantasiegeschichte über die kleine Phantasiegesellschaft die gerade noch eine Phantasieparty genossen hatten,
war das Wort „STIFT“ tabu.

Sollt er jetzt erröten?
Und wenn aber die Reaktion der Schockierten,
in ihm ein Selbstbild von einem verrückten Clown hervorärgert,
so möge er diesen inneren Clown lieb haben.
Und wenn aber die Ablehnung der Entsetzten,
in ihm ein Selbstbild von einem Bösewicht hervorärgert,
so möge er den Bösewicht umarmen.

Das Pest-Mem „Erwartung“

Die Erwartung gafft jeden Menschen an!
Begutachtend mustert sie Dich! Ja Dich!
Und anklagend wird Dich die Erwartung,
schockiert und entsetzt  anschweigen,
wenn du ihrem Gesetz nicht folgest.

Die Erwartung brennt den Menschen
Etiketten in die Stirn!

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