Punkt und zwei weitere Poeten

Auf Dich zwei warten, viele Stündchen,
Dritte im Erzählen zu sein.
Bitten Dich, du noches Pünktchen,
in die Erzählerrund’ herein.

Zu dritt werden wir dann Geschichten,
malen aus Worten, in andere Welten,
und verborgenen Orten dichten
wir uns wohl dann auch nicht selten.

Bald wird man noch vorm Bette gehen,
Dreie beim Erzählen sehen,
Poetenrunde zur späten Stunde.

Der fröhliche Nixkönner

Ich bin ein Pseudo-Unterhilfspoet,
werde aus Mitleid gelesen.
Und wie ihr hier seht,
ist kein schlechterer gewesen.

Aber ich mache mir einen schönen Eiskaffee,
und setze mich in den sonnigen Garten.
Wo ich meine frischen Rosen seh,
die lächelnd auf mich warten.

Alltagsbestehmaschine – Teil 2

Möbelräumen, siedeln, organisieren,
konzentrieren statt zu träumen,
sich nicht in Geistesplätschern verlieren.
Rechnen, notieren und Ordnung halten,
wie wenn’s keine Kunst gäb’ kann er walten,
einsortieren, Blätter lochen, falten.
Zu wagen, was einst in verträumten Tagen,
nicht gewagt, auf unbestimmte Zeit vertagt.

Die Kunst und Poesie jedoch,
bleiben, viel mehr als noch.

Das Betriebssystem neu aufgesetzt.
Zahnräder aus Poesie.
Der Frust, durch Ordnungslust ersetzt,
im Poeten sich nicht verspäten, will sich die Räumphorie
denn ist jede Sekunde, jeder Scheibenrunde,
für die Kunst, meditativ und still.
Lässt Malerei, Musik und Reime
ungebremst ins Mememeer.
Ordnung halten und Lyrik vereine,
sich mit der Liebesfreud’ nicht schwer.

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