Die etwas anderen Hauptrollen

Es war ein mal ein Abstand,
der lebte zwischen zwei Rehen.
Manchmal wuchs der Abstand auf 5 Meter,
manchmal auf 50 und in zärtlichen Stunden auf Null im Runden.

Eines Tages als der Abstand auf 45 Meter angewachsen war,
kamen unerwartet der Temperaturanstieg und die Anzahl vorbeiexistiert.

„Hallo, ich bin 2, die Anzahl, jedes mal wenn ich mich in diesem Gebiet
aus Rehen und Graskontrast befinde, hab ich es mir angewöhnt 2 zu sein“ sprach die Anzahl

„Hallo, 2, nett Euch kennen zulernen“ entgegnete der Abstand
„und wer seit Ihr? „

„Ich bin der Temperaturanstieg, und wenn du dich etwas kleiner machst, fühl ich mich richtig groß“

Der Anzahl wurde schnell langweilig bei dem Geplauder zwischen Abstand und Temperaturanstieg.

„Ich hau ab von den Rehen und werde 5 bei den Bäumen“

Der Temperaturanstieg und der Abstand jedoch blieben bei den Rehen,
sie wussten nicht ob es zwei oder nur eines war, oder ob alles Reh ist,
aber Abstand war Nahe und Temperaturabstieg genoss ein Hochgefühl.

Das laute Feld – Teil 2

Alle Körper leer,
in ihrer Bedeutung.
Nicht mehr der Kapitän,
nicht mehr die Sängerin,
sondern Gefühle adressieren sich,
individualisieren sich, zu Wesen.
Die Körper alle leer,
aber wie bunte Lichtröhren 
aus dem Sonnensank,
ziehen sich Gefühle
durch die Zeit.

Die Welt der Grade
und der Spalter,
dichten sich gegenseitig auf.
Öffnen etwas in der Poesie.

Keine Cleopatra, kein Spartakus,
kein Elvis, kein Landstreicher im Regen,
nur das erschreckend laute Feld aller,
und daneben wandern die anderen
zeitlich kollektiven Gefühle einher.

In dieser Geschichte darf natürlich das Liebesgedicht nicht fehlen,
und versucht sich daher, in diesem Moment, einzudichten.
„Und das ist die Liebe, die dich vor Ewigkeiten schon kennt…“
Bist du schon drin, in mir, Liebesgedicht?
„..das siehst du ja an der Furcht im Gesicht die vonmir trennt…“
Es reimt schon meine Sätze, der Liebesgedichte schlimmste hat sich eingereimt.

Das Liebesgedicht

“Ja, das erschreckend laute Feld,
ist Liebe schön? Für wen ?
Der Trauer hinter der Mauer hat sie sich nicht zugesellt,
für andre ist sie das Weitergehen…“

Das Liebesgedicht hat sich wieder ausgedichtet.
Die Erzählung kann weitergehen.

Wir sind noch immer in der Welt
in der nicht Körper leben,
sondern kollektive Gefühle,
und diese außerhalb des Zeitverlaufs
den die Welt in der die Körper leben,
gewohnt waren…

Die Zeit die imVerfall sichtbar war,
wurde deinstalliert.

Heiter erging es jenen die innerhalb der Bäumen leben,
bei der Schriebarbeit an einem Gedicht, das die Welt der Grade sichtbar machend herbeifreut.

Die Satzendungen der Zeit,
und die Satzendungen des Raumes,
möchten keine Reime erlauben, wohl,
doch das Gedicht, das die Welt sichtbar macht,
braucht keine Reime.

Das laute Feld

Traurigkeit und erschreckend lautes Nur,
schön und schrecklich,
die vieler Lyrik Inhalt ist.
Augen, erschüttert
Augen, glücklich,
von einander brutal isoliert,
von schicksalhaften Weggabelung,
die Wiederholbarkeit der Zeit zerfallen,
erschreckend lautes Feld.

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