Euphemismus

So mahlt uns heut der Euphemismus,
ein Meer aus Seelenruhe froh,
und der Regen, der fallen muss,
kommen tut er sowieso.

So setz sich der Euphemismus,
in das Gesprochene und zieht sich hoch.
Schöne Neologismen blühen,
der Regen, kommt er bald und doch.

So freut sich der Euphemismus,
ins Ereignen tief hinein.
Könnte der Regen niemals denn,
aus Dürretropfen sein,
und das Nass, das umgeben
Tropfen für Tropfen trocken legen.

Hier ist Gedicht ein Euphemismus,
inhaltlich ist alles seicht.
Gib einen schönen Rahmen
aus Worten ihm,
das reicht.


Tanz der Aucher

Viele Menschen entwedern ob Arbeit oder Spiel,
andere auchen diese Frage. Die glücklich Letzteren
haben erkannt, dass Früchte sammeln ein Tanz ist.

Sandschwimmer

Im Steintal voll von großen Brocken
an Sachverhalten und Problemen,
möchte’ Handlungen man sich entlocken,
die Wege zum guten Ausgang nehmen.

Das gute Wesen im Steinhaufen steckt so tief,
grobkörnig und schwer kann es nach vor nicht schwimmen.
Doch würd’ geweckt was im Geröll noch schlief,
müsst’ der Weg, den es sich selber unerschrocken läg’
durch das Felsentrocken stimmen.

Zermahlen die Steine aus Stressgefühlen,
zu feinem Pulversand als es verstand nach vor zu wühlen.

Die Flexibilität des Sandschwimmers geht,
mit der Grobkörnigkeit der Datenbrocken,
die aus nur drei Arten von Sandkörnern bestehen.
Der verkeilte Alltag wohl, an einer Mauer steht,
riesengroße, starr und felsig trocken,
zu schwer und wenig, um nach vorn zu gehen.

Doch des Meisels Segen,
ist Stein in Sand zu zerlegen.
Die drei Grundtöne über das Gemälde

GABAgramm: Abstände zum Rand zu unharmonisch

TESTOSTAgramm: harte Kanten find ich gut

DOPAMINOgramm: zu wenig Farbe

Das Wie-es-sich-verhält sprich zu den Dreien

Ihr sollt nicht Kunstkritik betreiben
Nein! müsst eher..
..Sandmühlen mir bleiben

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